Termine

Am 22.4.2013 legte Bernd Benecke, (Vorstands)Mitglied der ATRC-Group,  seine mündliche Prüfung (Disputation) im kleinen Sitzungssaal der Philosohischen Fakultät der Universität Saarbrücken ab.

 

Wie man sieht, hören Jury und Publikum interessiert zu - kein Wunder, ging es doch um das Thema: Audiodeskription als partielle Translation. Modell und Methode - ein Thema, bei dem Bernd auf seine langjährige Berufserfahrung beim BR zurückgreifen konnte.

 

Die Betrachtung der Audiodeskription (Sprachbearbeitung von Filmen oder Bühnenwerken für sehbehinderte Menschen) als Problem der Übersetzung (von Bild und Ton in gesprochenen Text) ist ein absolutes Novum und zeigt, wie vielschichtig der Begriff "multidimensionale Translation" sein kann.

 

Das Votum war eindeutig und einstimmig: Eine glatte 1.

 

Herzlichen Glückwunsch!

Beim 7. EST-Kongress in Germersheim (29.8. - 1.9.2013) wurden auch 2 Mitglieder der ATRC-Group als Vortragende zugelassen: Agnieszka Gronek (zum Thema der sprachlichen Indirektheit beim Diskursdolmetschen) und Dr. Martin Will (zum Thema der Eignung simultanfähiger Terminologiesysteme für das Konferenzdolmetschen). Mehr zum Vortragsprogramm  und zum Kongress.

Nach dem großen Erfolg der Erstauflage gehen die Saarbrücker Übersetzergespräche  am 14. 6. 2013 in die zweite Runde. Das Programm, in dem sich Praxis und Forschung, Laien und Experten im Austausch mit Vertretern aus Gesellschaft und Kultur begegnen, ist wieder sehr spannend geworden. So sieht es aus:

 

 

14.00 – 14.15 h

Heidrun Gerzymisch und Sikander Singh

Begrüßung

14.15 – 15.00 h

Ryuko Woirgardt-Kobayashi (Saarbrücken)

»24 Augen« – japanische Welten übersetzen

15.00 – 15.30 h

Zeit für Gespräche | Kaffeepause

15.30 – 16.15 h

Jorge Diaz-Cintas (London)

Subtitling – schreiben wie man spricht?

16.15 – 17.15 h

Zeit für Gespräche | Buffetpause

17.15 – 18.00 h

Bernd Benecke (München)

Bilder erzählen – Höržfilme sprechen

18.00 – 19.00 h

Marguerite Donlon (Saarbrücken)

Tanz – eine starke Form der Kommunikation

19.00 – 20.00 h

Gespräch am Abend

 

Treffpunkt: Literaturarchiv Saar-Lor-Lux-Elsass

Universität des Saarlandes

Campus Dudweiler

Beethovenstraße Zeile 6

66125 Saarbrücken-Dudweiler

 

Mehr Infos unter: http://www.uni-saarland.de/fileadmin/user_upload/page/atrc/Uebersetzergespraeche-2_210_x_210.pdf

 

Am 7. Februar ist es wieder soweit: Die nächsten Übersetzergespräche stehen an, wie immer in einer hochkarätigen Besetzung und, wie immer, nicht nur für Übersetzer - jedenfalls nicht im herkömmlichen Sinn.

 

Denn die Veranstaltung versteht sich als Forum der Zwischentöne, als Ort, an dem über das gesprochen wird, was sonst nicht zur Sprache kommt - das ( kulturell/ individuell) Gemeinte, als das, was man "zwischen den Zeilen" lesen oder hören kann, das man (vielleicht) begreifen - aber nicht greifen kann.

 

Diesen Bereich versucht das Forum allen Interessierten zugänglich(er) zu machen anhand von Beispielen aus Philosophie, Literatur und (Translations)Wissenschaft. 

 

Der Eintritt ist frei, nur die Voraussetzung zum Nachdenken wird vorausgesetzt.

 

Für alle Interessierten findet sich das aktuelle Programm hier:

Einladung und Programm.pdf
PDF-Dokument [621.0 KB]

Und schon ist wieder eine neue Auflage der Übersetzergespräche geplant: Am 11. 7. wird es 2 Workshops mit dem Schriftsteller und Übersetzer Klaus Martens aus Saarbrücken zum Thema (Un)Übersetzbarkeit von Literatur geben. Wie immer im Literaturarchiv Saar-Lor-Lux.

 

Für alle Interessierten, hier das Programm, an dem auch wieder viele Mitglieder der ATRC-Group e.V. teilnehmen:

Jetzt ging es doch sehr schnell.. am 18.12.2014 legte Agnieszka Will - seit kurzem im Vorstand der ATRC-Group - erfolgreich ihre mündliche Prüfung in Heidelberg ab. Für ihre Doktorarbeit mit dem Titel: Verbale Indirektheiten beim Diskursdolmetschen am Beispiel des Sprachenpaares Polnisch-Deutsch hatte sie im Vorfeld bereits ein magna cum laude erhalten.

 

Die Arbeit setzt sich mit dem Phänomen des "Redens zwischen den Zeilen" auseinander vor dem Hintergrund unterschiedlicher Kommunikationskulturen. So ist das Polnische eine Kultur des sog. hohen (semantisch verschlüsselten) Kontextes, das Deutsche eine Kultur des niedrigen Kontextes, in der offen, zugänglich und klar kommuniziert wird. Treffen beiden Kulturen in der mündlichen Kommunikation aufeinander, sind Mißverständnisse vorprogrammiert, zumal bislang in der Literatur keine genau Definition und Operationalisierung verbaler Indirektheiten vorlag. Dadurch konnten selbst (professionelle) Sprachmittler nicht immer erkennen, ob im Ausgangstext eine verbale Indirektheit vorliegt und entsprechend dolmetschen. Anhand von Agnieszkas Modell der verbalen Indirektheiten und einer Handlungsanweisung zu deren Anwendung im Diskursdolmetschen hat sich hier nun eine Lücke geschlossen.

 

Für die Disputation gab es sogar die Höchstnote summa cum laude, wobei die Jury besonders die "spannende Diskussion" nach dem Hauptvortrag würdigte (zur Information: In Heidelberg muss man seine Arbeit nicht nur verteidigen, sondern wird auch noch in zwei weiteren, nicht dissertationsbezogenen Themen geprüft).

 

Jetzt muß Agnieszka nur noch veröffentlichen - dann ist der Vorstand der ATRC-Group komplett promoviert. Irgendwie scheint es sich zu lohnen, ehrenamtlich zu arbeiten..

 

Herzlichen Glückwunsch!